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Portland, Oregon Trinity Episcopal Cathedral

Die Orgel der Trinity Episcopal Cathedral in Portland, Oregon, wurde von 1984 bis 1987 von Manuel Rosales als Opus 11 erbaut. Ermöglicht wurde der Bau durch die Vision und den Einsatz von Canon Dr. John Strege, der bis zu seinem Ruhestand 2010 insgesamt 37 Jahre Organist an Trinity war, sowie durch eine großzügige Spende von Bea Gerlinger, die den größten Teil der Kosten deckte. Viele Gemeindemitglieder halfen ehrenamtlich beim Bau und bei der Aufstellung, die gleichzeitig mit umfangreichen Renovierungen und Verbesserungen des Chorraums stattfanden.

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Eine einzigartige Orgel

Den Auftrag erhielt Manuel Rosales, der sich als einer der einfallsreichsten Orgelbauer der Vereinigten Staaten einen Namen machte. John Strege wollte ein großartiges, kraftvolles liturgisches Instrument schaffen, das sowohl in großen Konzertwerken als auch in Alter Musik und Kammermusik überzeugen würde. Ihn inspirierten französische Kathedralorgeln, besonders die Orgel von Saint-Sulpice in Paris. Das Instrument ist jedoch keine Kopie einer bestehenden Orgel; Rosales ließ sich von ihr anregen. Zahlreichen Berichten zufolge ist Opus 11 nicht nur eine ausgezeichnete Orgel, sondern spiegelt auch den Charakter ihres Erbauers wider: viel Kraft und Energie, klare Ansprache, ausgeprägte Stimmen und reiche, üppige Ensembles. Die Cromorne des Positif besitzt beispielsweise einen besonders charakteristischen Krummhornklang, eine echte „Cromorne Mirabilis“, wie sie genannt wird. Die Orgel erreicht einen Schallpegel von 109 dB. Sie zu hören ist ein Erlebnis, das man nicht schnell vergisst. Ihrer gewaltigen Kraft steht ihre Schönheit gegenüber, mit Details wie Bourdon 8 und Flute Harmonique 8 im Schwellwerk, einem harmonischen Flötenchor 8-4-2 und einer sorgfältigen Intonation, die viele Register als farbige Solostimmen nutzbar macht. Auf allen drei Manualen gibt es einen Principal 8′. Jedes Manual verfügt über ein Cornet mit eigener Klangfarbe: französisch, flämisch oder englisch. Barbara Owen beschrieb das Instrument als „neobarock im Konzept, mit einer romantischen Geste“. Es ist eine amerikanische Orgel, eine der besten ihrer Art, mit deutlichem französisch-symphonischem Einfluss.

Portland (9)

Register mit Charakter

Das Positif befindet sich oben im Orgelgehäuse und wird vom untersten Manual gespielt. Es folgt der klassischen französischen Tradition; hier treten die neobarocken Elemente am deutlichsten hervor. Probieren Sie es aus, indem Sie im Hauptwerk Temperament Menu eine mitteltönige Stimmung wählen. Das mittlere Manual spielt das Grand Orgue mit seinem gewaltigen Prinzipalchor, beginnend mit dem Prestant 16 im Prospekt und gekrönt von einer elffachen Mixtur. Deren Klangfülle und Obertonreichtum sind einzigartig. Die Pfeifen befinden sich unter dem Positif auf Höhe des Kämpfers. Das oberste Manual spielt das Récit expressif, das Schwellwerk mit symphonischem Charakter. Das Pedal steht im Hauptgehäuse, seine tiefsten Register hinter dem Gehäuse. Es bildet das solide Fundament, einschließlich zweier weit mensurierter 32′-Register: eines eigens gebauten Bourdon 32′ und eines wiederverwendeten Magnaton 32′ von Austin aus dem Jahr 1905, der restauriert und Contra Trombone 32′ genannt wurde. Das tiefe C dieses Registers mit voller Becherlänge hat einen Durchmesser von fast 40 cm (15 Zoll). Die beiden anderen 32′-Register sind akustisch: Sie verwenden tiefe Quinten der Bombarde 16′ und ein Basscornet aus Open Wood 16′, um den Eindruck eines weiteren kräftigen 32′-Grundtons zu erzeugen.

Weitere Spezifikationen

Opus 11 besitzt 54 Register und 85 Pfeifenreihen bei 93 mm Winddruck. Drei große Keilbälge und Windstabilisatoren regeln die Windversorgung. Für Literatur des 17. und 18. Jahrhunderts lassen sich die Stabilisatoren nach Wunsch abschalten. Diese Funktion wurde im Sample Set originalgetreu nachgebildet.

Das Orgelgehäuse besteht aus Weißeiche. Die aus Lindenholz geschnitzten Schleierbretter zeigen Darstellungen der Dreifaltigkeit. Das Blattmotiv ist von Heracleum lanatum, im Englischen „Cow parsnip“ genannt, inspiriert, einer im pazifischen Nordwesten wachsenden Pflanze.

Portland, Oregon Trinity Episcopal Cathedral

Spezifikationen

Allgemein
  • Manuel Rosales, 1987
  • 3 Manuale
  • 54 Register

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